Web-Check: Barrierefreiheit im Internet – wie sieht es in der DACH-Region aus?

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By Siteimprove
Okt 22 2015 — Web-Check, Barrierefreiheit

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Unser tägliches Leben wird immer digitaler. Online-Banking und Shopping gehören bei vielen Menschen in Deutschland, Österreich und der Schweiz zum Alltag. Auch ältere Menschen und Menschen mit Behinderungen möchten diese Services nutzen, sind jedoch bei der Internetnutzung immer noch oft stark eingeschränkt, da viele Unternehmen keine allgemein zugänglichen Seiten anbieten: die Farbkontraste auf der Seite sind zu gering, Bilder nicht durch Alt-Texte beschrieben, oder Inhalte auf den Websites nicht durch einen Sprachgenerator vorlesbar. Für Menschen mit Behinderungen aber auch ältere Menschen stellt dies eine enorme Einschränkung in ihrer Lebensqualität dar. Allein in Deutschland leben 10,2 Millionen Menschen mit einer Behinderung; jeder achte Einwohner in der Bundesrepublik leidet damit unter einer Einschränkung. In Anbetracht dessen, dass unsere Gesellschaft zudem immer älter wird, ist es essentiell, dass das Internet barrierefrei für jeden Bürger und jede Bürgerin in der DACH-Region gestaltet wird.

Doch was genau bedeutet Web Accessibility (Barrierefreiheit im Netz) eigentlich?

Ist damit auch die Response Zeit einer Website gemeint? Wir von Siteimprove beschäftigen uns jeden Tag mit dem Thema Barrierefreiheit und unterstützen unsere Kunden mit einem einfachen und intuitiven Tool bei ihrer täglichen Arbeit. Erfahren Sie in diesem Blogbeitrag mehr zum Thema Web Accessibility, was damit genau gemeint ist und wie auch Sie Ihre Internetpräsenz barrierefrei gestalten können.

Eine barrierefreie Internetnutzung setzt sich aus vielen verschiedenen Elementen zusammen. Angefangen bei der einfachen Navigation für Menschen mit Behinderungen oder Einschränkungen, über die generelle Auffindbarkeit im Web (Stichwort SEO), bis hin zur Nutzbarkeit, umspannt der Begriff „Barrierefreiheit“ alle Facetten des World Wide Web. Wie schon kurz angesprochen, hat Web Accessibility auch einen direkten Einfluss auf die Search Engine Optimization, da Suchmaschinen gewissermaßen auch eine Art Nutzer darstellen.

International gelten die

WCAG 2.0, ein weltweit gültiges Regelwerk, dass sich mit Parametern für eine barrierefreie Webgestaltung beschäftigt. Die Organisation, die für die Aufstellung dieser Regeln zuständig ist, ist das „W3C“ (World Wide Web Consortium). Das W3C ist eine Non-Profit Organisation und eine ihrer Hauptaugenmerke liegt darin, Richtlinien zu erstellen, die ein zugängliches Web für jedermann gewährleisten. Die Richtlinien der WCAG kann man durch vier einfache Prinzipien kurz und verständlich zusammenfassen: Das Internet sollte für jeden wahrnehmbar, bedienbar, verständlich und robust sein.

Die

„Checkliste für barrierefreies Webdesign“ möchten wir in diesem Sinne ganz besonders hervorheben: Dieses Dokument enthält die vier Prinzipien, sowie zwölf Richtlinien und weitere Erfolgskriterien für die Barrierefreiheit einer Website einfach und verständlich zusammengefasst. Die gesamten Richtlinien geben noch mehr Informationen, wie man Internetpräsenzen barrierefrei gestalten kann.

Wie weit ist die DACH-Region generell in der Gestaltung von Barrierefreiheit im Netz?

Schon seit 2002 gilt ein Gesetz in Deutschland, das die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung vorschreibt und die Barrierefreiheit von Informationstechnik regelt. Einrichtungen des öffentlichen Rechts sind damit verpflichtet, Informationen barrierefrei darzustellen. In der Schweiz ist die barrierefreie Internetnutzung für Menschen mit Behinderungen in der Bundesverfassung geregelt: Internetangebote des Staates müssen für jeden Bürger und jede Bürgerin gleichermaßen zugänglich sein.

Auf Landesebene konnten in beiden Ländern schon deutliche Fortschritte erzielt werden; außerhalb der Regierungen und auf Wirtschaftsebene sind jedoch nur wenige Seiten für Jedermann digital zugänglich, da die Barrierefreiheit zwar gesetzlich geregelt, außerhalb der Regierungen jedoch nicht bindend vorgeschrieben wird. Ab dem 1. Januar 2016 und nach zehnjähriger Übergangsfrist gilt in Österreich das Bundes-Behindertengleichstellungsgesetz: Bauliche und sonstige Anlagen, Verkehrsmittel, technische Gebrauchsgegenstände, Systeme der Informationsverarbeitung und andere gestaltete Lebensbereiche müssen barrierefrei zugänglich sein. Auch Informationen auf Websites sind von diesem Gesetz eingeschlossen. Österreich geht damit in der DACH-Region mit gutem Beispiel voran und macht das Barrierefreiheitsgesetz bindend.

 

Nichtsdestotrotz: Die Richtlinien für die Gleichstellung im Internet sind umfangreich und für Web-Teams ohne Hilfe meist nur schwer umsetzbar. Mit dem Accessibility-Tool von Siteimprove unterstützen wir sowohl kleine als auch große Web-Teams bei ihrer täglichen Arbeit. Durch die intuitive Handhabung und viele Hintergrundinformationen zum Thema können Erfolge in der Barrierefreiheit mit unserem Tool schnell erzielt werden.

Mehr Informationen zum Thema Barrierefreiheit finden Sie auf

Einfach Barrierefrei, sowie auf unserer Siteimprove Seite.

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