Was bedeutet das neue Google Penguin-Update 4.0 für Websites?

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By Siteimprove
Okt 04 2016 — Neuheiten, SEO

Es hat ganze zwei Jahre gedauert, doch nun hat Google sein langersehntes Update auf Penguin 4.0 ausgerollt.

Zur Erinnerung: Im Jahr 2012 wurde Penguin der Öffentlichkeit vorgestellt. Bis heute ist der Name Penguin eng mit dem Thema „Linkbuilding“ verknüpft. Erstmalig wurden unnatürliche Linkmuster erkannt und abgestraft. Der neue Algorithmus der Suchmaschine hatte von Beginn an aber auch das Ziel, sowohl zu sehr OnPage-suchmaschinenoptimierte als auch SEO-„Keyword überladene“ Landingpages und Webseiten abzuwerten. In den folgenden Jahren verfeinerte Google Penguin durch Updates immer weiter. Das grundsätzliche Ziel – der Überoptimierung einen Riegel vorzuschieben - blieb aber gleich.

Mit dem aktuellen Update wird allerdings erstmalig die Arbeitsweise grundlegend geändert: Wurde Penguin früher noch periodisch von Google aktualisiert und funktionierte damit anders als der normale, vollautomatisierte Google-Algorithmus (z.B. bei

Panda), ist es nun Teil des Core-Algorithmus und bewertet Seiten in Echtzeit.

Penguin ist somit im Stande Veränderungen „viel schneller sichtbar“ zu machen und hat kurz nach dem erneuten Crawlen einer Seite direkt Auswirkungen auf deren Platzierung im Ranking. Parallel erklärte Google, dass man in Zukunft nicht mehr auf eine Aktualisierung von Penguin hinweisen werde.

Ab jetzt werde Penguin nicht mehr eine ganze Website pauschal abstrafen. Der Algorithmus arbeite nun feiner und erkenne einzelne Spam-Signale. So will Google einzelne Spam-Inhalte abwerten ohne das Ranking der gesamten Website herabzustufen. Penguin sei nun eines von mehr als 200 Signalen, die Google zur Bewertung des Ranks nutze.

Auswirkungen für Website-Betreuer

Das aktuelle Penguin-Update bringt eine Reihe Vorteile für Websites mit sich. So müssen von dem Crawl abgewertete Seiten nicht mehr bis zum nächsten Update warten, um wieder „normal“ gelistet zu werden. Dies geschieht ab jetzt in Echtzeit.

Die langen Perioden zwischen den einzelnen Penguin-Updates waren in der Vergangenheit problematisch, da Webmaster keine schnellen Erfolge durch Beseitigung von Spam (unnatürliche Links, unnatürliche Linktextverteilung etc.) erzielen konnten.

Google räumt der Qualität also nun einen noch höheren Stellenwert ein. Aus Sicht der User-Experience und der Erstellung von relevantem Unique-Content ist dies ein echter Gewinn. Auch auf die Verweildauer der Website-Besucher, die User-Journey und Bounce-Rates wird sich Penguin 4.0 positiv auswirken. Auf Basis dieser Auswirkungen ergeben sich automatisch auch Konsequenzen für die Marketing-Abteilungen.

Die erste und weitreichendste dürfte sein, Website-Inhalte nochmals ganzheitlich auf Links und Keywords zu überprüfen und deren Dichte ggf. herunterzusetzen. Dies kann in einzelnen Fällen bis zu einer kompletten Überarbeitung oder dem Offlinesetzen der Inhalte reichen. Hier gilt es, schnellstmöglich

Compliance-Richtlinien festzulegen, Wörterbücher neu zu definieren und das Linkbuilding zu überarbeiten. SaaS-Tools wie Siteimprove helfen dabei, solche Prozesse zeitnah zu optimieren und zu überwachen.

Ob SEO-Experten am Ende, wie in der Vergangenheit üblich, Spam-Methoden und Dichte des Wordings erneut ausreizen und somit Googles neue Grenzen austesten, bleibt abzuwarten. Ein Realtime-Update hat eben auch den charmanten Reiz, dass negative Konsequenzen auch schneller wieder korrigiert werden können. Aus diesem Grund rechnen viele Experten damit, dass Traffic-Schmieden die Folgen in Tests austesten werden.

 

Festzuhalten bleibt am Ende aber eines: Penguin 4.0 ist weit mehr als ein Update, es ist ein Meilenstein für all die Website-Betreiber, die auf optimierten, hochwertigen Content setzen. 

 

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