Wussten Sie, dass die Website Ihrer Hochschule einer der wichtigsten Kontaktpunkte mit Studierenden ist? Ihre Website hat das Potenzial, Vertrauen zu fördern, Beziehungen aufzubauen und den Ruf Ihrer Einrichtung zu stärken. Aber nichts davon ist möglich, wenn sie nicht einwandfrei funktioniert – vor allem, wenn es Probleme mit der Geschwindigkeit gibt. So einleuchtend und einfach es auch scheinen mag – fast die Hälfte aller Web-Benutzer verlässt Websites, die nicht innerhalb von drei Sekunden geladen werden. Es ist also klar, dass die Geschwindigkeit wichtig ist. Aber was können Sie tun, um Ihre Website schneller zu machen?

Warum Hochschulen ihre Seitenladezeiten verbessern müssen

Studien zeigen, dass die Seitenladezeit erhebliche Auswirkungen auf das Web-Erlebnis von Benutzern und die Conversion-Raten von Websites hat. Für Hochschulen und Universitäten ist dies besonders wichtig, da die aktuelle und zukünftige Jahrgänge vor allem aus Millennials und Vertretern der Generation Z besteht. In diesen Altersstufen ist die Wahrscheinlichkeit, eine langsame Seite zu verlassen, höher als bei älteren Benutzern.

Außerdem wirken sich Seitenladezeiten auf die Such-Rankings von Google und Facebook aus, die wiederum entscheiden, wie weit oben Ihre Universität in Suchergebnissen angezeigt wird.

Wenn Sie also mehr Besucher auf Ihrer Website, höhere Suchmaschinen-Rankings und ein insgesamt besseres digitales Nutzererlebnis erreichen wollen, muss Ihre Seite schnell sein.

So messen Sie die Geschwindigkeit

Es gibt zwei Möglichkeiten, die Seitengeschwindigkeit zu messen:

  1. Seitenladezeit: Sie gibt an, wie viel Zeit ab dem Senden der Anfrage per Browser an den Server verstreicht, bis die Seite vollständig geladen und angezeigt wird.
  2. Time to First Byte (Zeit bis zum ersten Byte, TTFB): Die TTFB gibt an, wie viel Zeit ab dem Senden der Anfrage an den Server verstreicht, bis der Browser das erste Datenbyte empfängt.

Sie können jede der beiden Methoden verwenden. Beachten Sie aber, dass der Speed Index von Google, anhand dessen die Rankings von Websites bei Suchanfragen bestimmt werden, neben anderen Metrics die TTFB nutzt, um die Seitengeschwindigkeit zu messen.

Vier Maßnahmen, um die Seitenladezeit zu verbessern

Während der Seitenladezeit werden vor allem die einzelnen Bestandteile einer Seite heruntergeladen. Nicht alle Seitenelemente wirken sich jedoch in gleichem Maß auf die Ladezeit aus. Faktoren wie die Anzahl von Elementen, die zum Laden Ihrer Seite erforderlich sind, und die Nähe Ihrer Besucher zum Server wirken sich ebenfalls auf die Ladezeit aus.

Um langsame Ladezeiten zu verbessern, sollten Sie mit den Speicherorten Ihrer Seitenelemente anfangen und herausfinden, welche Elemente Ihre Website verlangsamen. Danach können Sie diese Elemente reduzieren oder neu definieren, um die Anzahl von Anfragen zu verringern, die an Ihren Server gesendet werden. Die folgenden Maßnahmen können Ihnen helfen, die Seitengeschwindigkeit zu optimieren:

Durchführung einer Kurzanalyse der Geschwindigkeit Ihrer Webseiten

Es gibt benutzerfreundliche Tools wie Siteimprove Performance, die nicht nur die Website-Performance anhand von mehreren Besucherprofilen messen, sondern Ihnen auch genau zeigen können, welche Elemente die höchsten Ladezeiten haben. Normalerweise müssen Sie dazu nur die URL Ihrer Webseite in das System eingeben.

In Siteimprove Performance sehen Sie außerdem eine Liste von Seitenelementen mit den jeweiligen Ladezeiten sowie eine priorisierte Liste mit problematischen Elementen, um die Sie sich zuerst kümmern sollten. So könnten Sie zum Beispiel in Erfahrung bringen, dass Ihre Bilder in unter 50 Millisekunden geladen werden, ein Facebook-Plug-in jedoch über 150 Millisekunden braucht. Als Nächstes kommen wir zu einem Element, das die Seitengeschwindigkeit erheblich bremsen kann: Bilder.

Optimierung Ihrer Bilder

Da Bilder enorme Auswirkungen auf die Geschwindigkeit von Webseiten haben, sollten Sie mehrere Schritte unternehmen, um die Bildladezeiten zu reduzieren. Hier sind unsere wichtigsten Vorschläge:

  1. Bilddateigröße prüfen: Finden Sie zuerst die maximal zulässigen Abmessungen für Ihre Website heraus. Normalerweise sollte die Breite ca. 800 px nicht überschreiten. Nachdem Sie die idealen Abmessungen festgelegt haben, sollten Sie sie auf all Ihre Bilder anwenden, bevor diese in den Browser geladen werden. Durch eine Reduzierung der Abmessungen wird die Bilddateigröße erheblich verringert, was sich positiv auf die Ladezeit und die gesamte Seitengeschwindigkeit auswirkt. Sie können die Bilddateigröße noch weiter reduzieren (um bis zu 10 %), indem Sie einen Kompressionsgrad von 85 % für Ihre Bilder einstellen.
  2. Bildauflösung verringern: Praktisch alle Bildschirme nutzen eine Auflösung von 70 bis 100 ppi (Pixel pro Inch); Bilder müssen diese Auflösung also nicht überschreiten, um in optimaler Qualität auf Ihrer Website angezeigt zu werden. Wenn Sie bereits einen Bildeditor nutzen, um die Abmessungen Ihrer Bilder zu ändern, können Sie mit ihm auch ihre Auflösung verringern, um die Dateigröße weiter zu reduzieren. Indem Sie Bilder mit hohen Auflösungen und langen Ladezeiten ersetzen, bieten Sie Studierenden ein schnelleres, effektiveres digitales Nutzererlebnis und behalten dennoch eine hohe Bildqualität bei.
  3. Vermeiden Sie falsche Bildformate: JPEG und PNG sind die optimalen Dateiformate für das Web. Es gibt Argumente für beide von ihnen, aber JPEG ist das kleinere, stärker komprimierte Format, weswegen es sich besonders gut eignet, um Seitenladezeiten zu reduzieren.

Optimierung Ihres Codes

Bevor Ihre Seite angezeigt werden kann, muss Ihre CSS-Datei (Cascading Style Sheets) geladen werden. Viele Hochschulen nutzen und erweitern jedoch schon seit vielen Jahren dieselbe Datei. Es ist sehr wahrscheinlich, dass sich im Laufe der Zeit überflüssiger Code eingeschlichen hat und nicht entfernt wurde. Selbst unnötige Zeilenumbrüche oder Leerzeichen können die Geschwindigkeit bremsen.
Wie können Sie solche Probleme beheben? Entweder überprüfen Sie den Code Ihrer Website manuell, um versteckte überflüssige Elemente zu finden, oder Sie nutzen eine einfache Software, um überflüssigen Code automatisch zu erkennen und zu entfernen. Solche Tools können Ihre CSS- oder JavaScript-Dateien optimieren und außerdem externe Plug-ins ausfindig machen, die die Website-Performance schwächen.

Caching für höhere Effizienz

Beim Caching geht es grundsätzlich darum, essentielle Datenpunkte zu speichern, damit Ihre Website schneller geladen werden kann. Ohne Caching muss Ihre Website sämtliche Daten (wie Bilder, Text, Stile) jedes Mal neu laden, wenn ein Besucher auf sie zugreift.

Durchschnittlich muss ein Browser fast 100 Anfragen an Ihre Website stellen (und die Antworten von Ihrem Server empfangen), um eine ganze Seite aufzubauen. Um die Anzahl von Anfragen zu reduzieren und damit die Seitenladezeit zu beschleunigen, sollten Sie sowohl die Browser- als auch die Server-Seite Ihrer Seiten im Cache speichern.

Übersicht über die Seitengeschwindigkeit

Nachdem Sie die Website Ihrer Hochschule mit den oben genannten Schritten optimiert haben, sollten Sie ihre Geschwindigkeit permanent im Auge behalten, um ein perfektes Nutzererlebnis für Studierende sicherzustellen. Sie können dazu ein Performance-Monitoring-Tool wie Siteimprove Performance nutzen, mit dem Sie Fortschritte verfolgen und genau nachvollziehen können, wie Studierende Ihre Seitenladezeiten wahrnehmen.
Sie benötigen weitere Optimierungen für Ihre Website? Sie können dasselbe Tool verwenden, um die Performance Ihrer Website durch Einbeziehung von Performance-Ergebnissen aus Google Lighthouse mit Branchenstandards zu vergleichen. Egal, wie Sie sich entscheiden: Im kompetitiven Hochschulumfeld können Ihnen alle digitalen Optimierungen einen klaren Vorsprung vor Mitbewerbern verschaffen.