WARUM DAS INTERNET FÜR HOCHSCHULEN SO WICHTIG IST

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By Siteimprove
Aug 29 2016 — Content-Management, Web Analytics, Bildung

Image of computer screen with graduation cap on it

WARUM DAS INTERNET FÜR HOCHSCHULEN SO WICHTIG IST (von Mark A. Greenfield, 14. Mai 2015; aus dem Amerikanischen von Jan Kronenberger)Die Bedeutung einer Hochschul-Website kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Obgleich Websites von Universtäten schon über 20 Jahre existieren, verstehen viele Hochschulen ihre tatsächliche Bedeutung bis heute nicht.

Auch wenn Hochschul-Websites mittlerweile allgegenwärtig sind, akzeptieren doch viele Fachbereiche und Institute den aktuellen Stand ihrer Websites als unabänderlichen Status Quo.

Ein Fehler denn das Internet wird immer mehr zu einer „unternehmenskritischen Anwendung“. Dies beutetet, dass, eine schlechte Internet-Präsenz Auswirkung bis hin zum Scheitern von essentiellen Geschäftsabläufen haben kann.

Stellen Sie sich vor was passieren würde, wenn Ihre Website morgen verschwindet: Würde Ihre Universität inklusive aller Fachbereiche und Institute noch reibungslos arbeiten und funktionieren können? Welche finanziellen Auswirkungen entstehen? Was würde mit der Anzahl neuer Studieninteressenten, dem Ruf und der Glaubwürdigkeit Ihrer Hochschule passieren?

Wer sich über die Bedeutung des Internets (und somit auch von Websites) Gedanken macht, der ist gut beraten Daten zur Hilfe zu nehmen: eine große Universität, mit der ich zusammenarbeite, hat jedes Jahr fast 25 Millionen Website-Besucher. Die Gesamtverweildauer, die Besucher auf der Website verbringen, beträgt über 116 Millionen Stunden (pro Jahr). Dies allein macht das Internet zum primären Kontaktpunkt für das gesamte studentische Leben: von potentiellen über aktuelle Studierende bis hin zu den Alumni.

Eine schlecht präsentierte Hochschul-Website birgt also ein erhebliches Risiko. Während sich viele Betreiber nur auf rechtliche Compliance-Regularien, wie Urheberrecht und Datenschutz, konzentrieren, gibt es darüber hinaus z.B. ein deutliches Reputationsrisiko. Eine schlecht designte Website hat negativen Einfluss auf die gesamte Organisation und wirkt sich auf Marke (Brand), Marketing und Botschaft (Message) der Hochschule aus.

Defekte Links, veraltete Inhalte, Rechtschreibfehler usw. sind Symptome für eine Website, die zu wenig Pflege, Aufmerksamkeit und Input erhält. All dies geschieht auf Kosten von Glaubwürdigkeit und Qualität.

Ich selbst zum Beispiel bin immer wieder über die Anzahl der falsch geschriebenen Wörter erstaunt, die ich auf College- und Hochschul-Websites entdecke. Und ist es nicht fair zu sagen, dass man gerade von einer Hochschule erwarten kann, dass sie weiß, wie man fehlerfrei schreibt?!

Eine gute Website kann bei einer Reihe von Herausforderungen helfen, mit denen Hochschulen und Universitäten täglich konfrontiert sind. Die erste sind steigende Kosten. Durch ihren kontinuierlichen Anstieg gibt es vermehrten Druck, diese z.B. durch die Optimierung betrieblicher Abläufe unter Kontrolle zu bringen. Hier bietet das Internet Möglichkeiten für verbesserten Service, höhere Effizienz, schnellere Veröffentlichungszyklen, weitreichende-flächendeckende Verfügbarkeit und erhebliche Kosteneinsparungen.

Hochschulen konkurrieren zunehmend um die besten Talente. Noch vor einer Generation gab es sehr wenige Marketing-Büros an Universitäten. Heute ist der Wettbewerb um Studierende deutlich intensiver und die Website der wichtigste Kanal zur Anwerbung. Eine gute Website ist also entscheidend: Jüngste Daten aus dem Noel-Levitz e-Expectations Report, einer Studie zu den Erwartungen im Internet bei zunehmender Digitalisierung, zeigen, dass 92 % aller Abiturienten enttäuscht sind, wenn sie schlechte Erfahrungen auf Hochschul-Websites machen

(schlechte User-Experience). Noch wichtiger ist aber, dass ca. ein Viertel (24 %) von ihnen, wegen dieser schlechten Erfahrungen die entsprechenden Universitäten ganz von ihrer Auswahlliste gestrichen haben.

Die studierende Generation Y

(auch Millennial-Generation genannt, per Definition die Geburtsjahre zwischen 1980 und 2000) wird in Kürze von der iGeneration (Internet-Generation) ersetzt, die den Einsatz von Technologien und das Maß an Digitalisierung auf ein neues Level heben werden. Denn während die Millennials noch mit (stationären) Computern aufgewachsen sind, so ist die studentische iGeneration, die erste, die in eine Technikwelt hineingeboren wurde. Diese „Digital Natives“ sind 24/7 vernetzt und online. Sie sind untrennbar von ihren drahtlosen Endgeräten und werden sehr hohe Erwartungen in puncto Digitalisierung haben, wenn Sie an den Campus einer Hochschule kommen.

 

 In der Zukunft wird das Internet immer weiter an Bedeutung gewinnen. Bald schon wird so der physische durch den digitalen Campus ersetzt werden. Vor 20 Jahren schreib Nicholas Negroponte das wegweisende Buch „being digital“. Der Autor argumentiert plausibel, dass wir auf eine Zukunft zusteuern, in der alles was digitalisiert werden kann, schließlich auch digitalisiert wird. Wir werden einen Wandel von „Atomen zu Bits“ erleben. Diesen Wandel erleben wir langsam auch in der Hochschullandschaft und wenn er weiter so voranschreitet, wird das Web bald das Zentrum der gesamten Hochschul-Umwelt und des Universitätsalltags sein. Digitales wird die Hochschullandschaft von Grund auf erschüttern und verändern. Sind Sie bereit dafür?

 

 

Über den Autor:Mark A. Greenfield ist ein hoch angesehenes und einflussreiches Mitglied der US-amerikanischen „Higher Education Web-Community“ sowie weiteren Organisationen. Er ist preisgekrönter Redner und erfahrender Berater für die Verbesserung von Internetauftritten und zur Meisterung digitaler Herausforderungen an Hochschulen. Seine 30 Jahre praktische Arbeit an der „University Buffalo“ in Verbindung mit seiner umfangreichen Berater- und Rednererfahrung bietet den Kunden eine optimale, breite und Tiefe an Erfahrungen, um die Internetsysteme und Websites zu verbessern und zu nutzen. Spezialisiert ist Greenfield dabei auf strategische Planung, Web- und Digital-Governance, Website-Bewertungen/Analysen und Auswertungen, Social-Media-Strategien, Management-Trainings, User-Experience und Designoptimierungen, Implementierung neuer Technologien sowie Barrierefreiheit.Mehr über Mark Greenfield unter http://markgr.com 

 

Quellen: Englisches Original: http://siteimprove.com/blog/higher-education-websites/?topics=0&industries=0&regions=0

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